Fahrradreifen wechseln: wann, welcher und wie
Fahrradreifen wechseln: woran du einen abgefahrenen Reifen erkennst, welche Größe passt und wie du Laufrichtung, Sitz und Druck prüfst.

Aktualisiert am 1. November 2026 · von Adlan Khatsuev
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Einen Fahrradreifen wechselst du wie einen Schlauch: Rad ausbauen, beide Reifenwülste von der Felge hebeln, den neuen Reifen in Laufrichtung aufziehen, Schlauch einlegen und aufpumpen. Wichtig ist, dass die Größe stimmt und der Reifen nach dem Aufpumpen rundum gleichmäßig auf der Felge sitzt.
Welcher Reifen passt?
Auf der Flanke deines alten Reifens steht die ETRTO-Größe, etwa 42-622. Die zweite Zahl, der Durchmesser, muss beim neuen Reifen genau gleich sein. Die erste Zahl, die Breite, darf in Grenzen abweichen, wenn Felge und Rahmen es zulassen. Für den Alltag sind Reifen mit Pannenschutz verbreitet, für Touren und Rennrad leichtere Reifen mit weniger Rollwiderstand.
Das brauchst du
- den neuen Reifen und am besten gleich einen neuen Schlauch
- zwei bis drei Reifenheber
- eine Standpumpe mit Manometer
- bei Achsmuttern einen passenden Schraubenschlüssel
Schritt für Schritt
- Rad ausbauen: Beim Hinterrad aufs kleinste Ritzel schalten, Felgenbremse öffnen, Schnellspanner, Steckachse oder Muttern lösen.
- Luft ablassen und abhebeln: Wie beim Schlauchwechsel eine Seite mit Reifenhebern lösen und den Schlauch herausnehmen. Danach die zweite Seite von Hand abziehen.
- Felgenband prüfen: Es muss alle Speichenlöcher abdecken und darf nicht verrutscht sein.
- Neuen Reifen aufziehen: Auf den Pfeil für die Laufrichtung achten. Eine Seite des Reifens über die Felge drücken, Schlauch leicht aufpumpen und einlegen, dann die zweite Seite von Hand aufziehen. Am Ende die Wulst rundum in die Felgenmitte schieben, so geht das letzte Stück leichter.
- Sitz prüfen: Auf etwa 2 bar pumpen und kontrollieren, ob die Kontrolllinie an der Flanke rundum gleich weit über der Felge liegt. Wenn nicht, Luft ablassen und den Reifen an der Stelle zurechtdrücken.
- Aufpumpen und einbauen: Auf den gewünschten Druck pumpen, Rad einbauen, Bremse schließen und eine Bremsprobe machen.
Den passenden Druck für Breite und Gewicht berechnet der Reifendruck-Rechner. Halte immer den Mindest- und Höchstdruck auf der neuen Reifenflanke ein, er kann sich vom alten Reifen unterscheiden.
Typische Fehler
- Laufrichtung vertauscht: Viele Profile haben eine Richtung. Der Pfeil zeigt nach vorn, wenn das Rad rollt.
- Schlauch eingeklemmt: Vor dem Aufpumpen rundum prüfen, ob irgendwo Schlauch zwischen Wulst und Felge hervorschaut.
- Falsche Größe: Ein Reifen mit anderem Durchmesser passt nicht, auch wenn die Zollangabe ähnlich klingt.
Pumpe bereitlegen
Ohne Manometer triffst du den Druck nur nach Gefühl. Eine Standpumpe wie die SKS Aircontrol 8.0* reicht für City- und Trekkingreifen, weitere Modelle findest du bei den Fahrradpumpen.
Was du für Pannen unterwegs zusätzlich dabeihaben solltest, zeigt die Kaufberatung Fahrradwerkzeug.
Passende Kaufberatung
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass der Reifen gewechselt werden muss?
Wenn das Profil abgefahren ist, die Lauffläche flach wird, eine farbige Pannenschutzschicht durchscheint, die Flanken rissig sind oder Gewebe sichtbar ist. Auch häufige Platten können ein Zeichen für einen verschlissenen Reifen sein.
Kann ich einen breiteren Reifen aufziehen?
Oft ja, wenn der Durchmesser gleich bleibt, die Felge für die Breite geeignet ist und im Rahmen, an der Gabel und unter dem Schutzblech genug Platz bleibt. Die Freigabe des Radherstellers gibt Sicherheit.
Muss ich beide Reifen gleichzeitig wechseln?
Nein. Der Hinterreifen verschleißt meist schneller, weil er mehr Gewicht trägt und antreibt. Manche tauschen den noch guten Vorderreifen nach hinten und ziehen vorne den neuen Reifen auf, damit vorne der bessere Grip sitzt.
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.