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Glossar

Begriffe rund um Fahrradgröße, Reifen, Bremsen, Licht, Schlösser und Transport kurz erklärt.

Schrittlänge
Der Abstand vom Boden bis zum Schritt, gemessen ohne Schuhe mit einem Buch zwischen den Beinen. Sie ist das wichtigste Maß für die Rahmengröße und die Sattelhöhe. Wie du misst und rechnest, zeigt der Rahmengrößen-Rechner.
Rahmenhöhe
Die Länge des Sattelrohrs, meist von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Rohrs. Bei Trekking- und Rennrädern in Zentimetern, bei Mountainbikes in Zoll. Weil Hersteller unterschiedlich messen, ist die Zahl nur bedingt vergleichbar.
Stack und Reach
Zwei Maße aus der Geometrietabelle: Stack ist die Höhe, Reach die waagerechte Länge vom Tretlager bis zur Oberkante des Steuerrohrs. Mehr Stack bedeutet aufrechteres Sitzen, mehr Reach eine gestrecktere Haltung. Damit lassen sich Rahmen verschiedener Hersteller besser vergleichen als über die Rahmenhöhe.
Laufradgröße
Der Durchmesser des Laufrads in Zoll, bei Kinderrädern 12 bis 26 Zoll, bei Erwachsenen meist 27,5, 28 oder 29 Zoll. Welche Größe ein Kind braucht, berechnest du mit dem Rechner Kinderfahrrad-Größe.
ETRTO
Genormte Reifengröße der European Tyre and Rim Technical Organisation, etwa 37-622. Die erste Zahl ist die Reifenbreite in Millimetern, die zweite der Innendurchmesser in Millimetern. 622 entspricht 28 Zoll und 29 Zoll, 584 entspricht 27,5 Zoll. Die Breite brauchst du für den Reifendruck-Rechner.
Ventilarten
Am Fahrrad gibt es drei: das Autoventil (Schrader, AV) wie am Auto, das schlanke Sclaverand-Ventil (Presta, SV) an Renn- und vielen Trekkingrädern und das Dunlop-Ventil (DV), auch Blitzventil genannt, an vielen Hollandrädern. Pumpen mit Doppelkopf passen für mehrere Ventile. Passende Modelle findest du bei den Fahrradpumpen.
Tubeless
Reifen ohne Schlauch. Felge und Reifen dichten mit einem Dichtmilch genannten Mittel ab, das kleine Löcher von selbst verschließt. Tubeless-Reifen fahren meist mit etwas weniger Druck und sind weniger anfällig für Durchschläge. Beim Montieren brauchst du passende Felgen, Ventile und oft eine kräftige Pumpe.
Felgenbremse
Bremse, deren Beläge seitlich auf die Felge drücken, etwa V-Brake oder Seitenzugbremse. Leicht und einfach zu warten, bei Nässe aber mit längerem Bremsweg. Die Beläge nutzen die Felge mit der Zeit ab. Wie du sie einstellst, steht im Ratgeber Fahrradbremsen einstellen.
Scheibenbremse
Bremse mit einer Bremsscheibe an der Nabe, die mechanisch per Seilzug oder hydraulisch mit Öl betätigt wird. Sie bremst auch bei Nässe gleichmäßig und schont die Felge. Hydraulische Scheibenbremsen stellen sich weitgehend selbst nach.
StVZO-Zulassung
Licht am Fahrrad muss für den Straßenverkehr zugelassen sein. Erkennbar ist das an der Prüfnummer mit Wellenlinie und dem Buchstaben K auf der Leuchte, dem K-Zeichen. Akkuleuchten sind erlaubt, wenn sie diese Zulassung haben. Zugelassene Sets findest du unter Fahrradlicht.
Lux
Maß für die Beleuchtungsstärke, die ein Scheinwerfer in einem festgelegten Abstand auf die Fahrbahn bringt. Bei StVZO-Leuchten ist Lux üblicher als Lumen, weil die Leuchten nach unten abgeblendet sein müssen. Mehr Lux heißt eine hellere Fahrbahn.
Sicherheitslevel
Eigene Einstufung von Schlossherstellern. ABUS bewertet seine Schlösser auf einer Skala bis 20, andere Hersteller nutzen eigene Skalen. Die Stufen sind Herstellerangaben und lassen sich zwischen Marken nicht direkt vergleichen. Mehr dazu im Ratgeber Welches Fahrradschloss?.
MIPS
Abkürzung für Multi-directional Impact Protection System, eine Gleitschicht im Helm. Sie soll Drehkräfte verringern, die bei einem schrägen Aufprall auf den Kopf wirken. Helme mit MIPS sind etwas teurer, die Prüfnorm EN 1078 müssen alle Helme erfüllen.
EN 1078
Europäische Norm für Fahrradhelme sowie für Helme für Skateboards und Inliner. Sie legt unter anderem Prüfungen für Stoßdämpfung, Kinnriemen und Sichtfeld fest. Helme im Handel müssen sie erfüllen, die Angabe steht innen im Helm. Wie der Helm passt, zeigt der Ratgeber Fahrradhelm-Größe.
Stützlast
Das Gewicht, das senkrecht auf die Anhängerkupplung eines Autos drücken darf. Beim Fahrradträger müssen Eigengewicht des Trägers und Gewicht der Räder zusammen darunter bleiben. Den Wert findest du im Fahrzeugschein und auf dem Typschild der Kupplung. Mehr im Vergleich der Fahrradträger.
Kettennieter
Werkzeug, das einen Bolzen aus der Kette drückt oder einen Nietstift einpresst. Damit kürzt du eine neue Kette oder trennst eine gerissene. Viele Multitools haben einen kleinen Kettennieter eingebaut. Wie du eine Kette tauschst, zeigt der Ratgeber Fahrradkette wechseln.
Kettenschloss
Ein Glied, das sich ohne Nieter öffnen und schließen lässt, oft mit einer speziellen Zange. Es muss zur Breite der Kette passen, also zur Zahl der Gänge. Manche Kettenschlösser sind laut Hersteller nur für einmalige Verwendung gedacht.
Kettenverschleiß
Eine Kette längt sich mit der Zeit, weil Bolzen und Hülsen abnutzen. Gemessen wird mit einer Kettenlehre: Ketten für 11- und 12-fach tauschst du ab 0,5 Prozent Längung, übrige ab 0,75 Prozent. Eine zu lange gefahrene Kette verschleißt auch Ritzel und Kettenblätter.
Schaltauge
Ein kleines Metallteil zwischen Rahmen und Schaltwerk, das bei einem Sturz verbiegt, damit der Rahmen heil bleibt. Ein verbogenes Schaltauge lässt die Schaltung springen und kann das Schaltwerk in die Speichen ziehen. Mehr dazu im Ratgeber Fahrrad-Schaltung einstellen.
Anschlagschrauben (H und L)
Zwei Schrauben an Schaltwerk und Umwerfer, die den Weg der Kette begrenzen. H steht für das kleinste Ritzel außen, L für das größte innen. Richtig eingestellt verhindern sie, dass die Kette in die Speichen oder zwischen Rahmen und Ritzel fällt.
Steckachse
Eine dicke Achse, die durch Nabe und Rahmen gesteckt und verschraubt wird, verbreitet an Rädern mit Scheibenbremse. Für Kinder- und Hundeanhänger brauchst du bei Steckachsen meist einen eigenen Kupplungsadapter des Herstellers.
NTA 8776
Niederländische Norm für Helme an S-Pedelecs mit Unterstützung bis 45 km/h. Sie prüft höhere Aufprallgeschwindigkeiten als die Fahrradhelmnorm EN 1078. Ob NTA-Helme in Deutschland als geeigneter Schutzhelm gelten, ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Mehr im Ratgeber Fahrradhelm-Pflicht.
KLICKfix
Schnellbefestigung der Firma Rixen & Kaul für Körbe und Taschen. Ein Adapter bleibt am Lenker oder Gepäckträger, Korb oder Tasche werden eingeklickt und per Knopfdruck abgenommen. Der Adapter ist bei vielen Körben nicht im Lieferumfang. Körbe mit diesem System findest du bei den Fahrradkörben.
Rahmennummer
Eine eingeprägte Nummer, meist unten am Tretlagergehäuse. Sie ist die wichtigste Angabe, wenn dein Rad gestohlen wird. Fotografiere und notiere sie gleich nach dem Kauf. Was nach einem Diebstahl zu tun ist, steht im Ratgeber Fahrrad gestohlen.
Fahrradcodierung
Eine in den Rahmen gravierte Nummer, aus der sich der Eigentümer ableiten lässt. Sie macht gestohlene Räder schwerer verkäuflich und hilft der Polizei, gefundene Räder zuzuordnen. Codieraktionen bieten unter anderem Polizei und ADFC an.