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Fahrradhelm-Pflicht: was in Deutschland gilt

Gibt es eine Fahrradhelm-Pflicht? Was für Fahrrad, Pedelec und S-Pedelec gilt, wie es mit der Haftung aussieht und welche Regeln in Österreich gelten.

Radfahrerin mit blauem Fahrradhelm schaut auf ihr Smartphone
Foto: Velotaf / Pixabay

Aktualisiert am 1. November 2026 · von Adlan Khatsuev

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In Deutschland gibt es keine Helmpflicht für Radfahrer. Das gilt für Erwachsene und Kinder auf dem Fahrrad und auf Pedelecs mit Unterstützung bis 25 km/h. Anders ist es beim S-Pedelec, das bis 45 km/h unterstützt: Es zählt als Kraftfahrzeug, und du musst einen geeigneten Schutzhelm tragen. Freiwillig einen Helm zu tragen, empfehlen Verkehrssicherheitsverbände trotzdem.

Was für welches Fahrzeug gilt

Fahrzeug Helmpflicht in Deutschland
Fahrrad nein
Pedelec bis 25 km/h nein
S-Pedelec bis 45 km/h ja, geeigneter Schutzhelm (§ 21a StVO)
E-Scooter nein

Beim S-Pedelec ist ein Fahrradhelm nach EN 1078 nach überwiegender Auffassung nicht ausreichend. Auf der sicheren Seite bist du mit einem Motorradhelm nach ECE-Regelung. Für S-Pedelecs gibt es Helme nach der niederländischen Norm NTA 8776, ob sie in Deutschland als geeignet gelten, ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Ein Beispiel für einen solchen Helm ist der ABUS Pedelec 2.0 ACE*.

Haftung bei einem Unfall

Wer ohne Helm fährt und unverschuldet verunglückt, muss nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2014 in der Regel keine Kürzung des Schadensersatzes hinnehmen. Das Gericht stellte darauf ab, dass das Tragen eines Helms im Alltagsverkehr nicht allgemein üblich war. Bei sportlichen Fahrten oder mit steigender Helmquote kann die Bewertung anders ausfallen. Dieser Absatz ersetzt keine Rechtsberatung.

Regeln in Nachbarländern

  • Österreich: Helmpflicht für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, auch im Kindersitz und im Anhänger.
  • Schweiz: Keine Helmpflicht auf dem Fahrrad und auf langsamen E-Bikes. Auf schnellen E-Bikes bis 45 km/h gilt eine Helmpflicht.

Wer mit dem Rad ins Ausland fährt, prüft die Regeln vor der Reise, sie ändern sich gelegentlich.

Warum ein Helm trotzdem sinnvoll ist

Bei Stürzen schlagen Radfahrer häufig mit dem Kopf auf. Ein Helm nimmt einen Teil der Aufprallenergie auf und kann schwere Kopfverletzungen verhindern oder abmildern. Er schützt nur, wenn er richtig sitzt: zwei Finger breit über den Augenbrauen, Riemen unter den Ohren in einem V, Kinnriemen so eng, dass ein Finger darunter passt. Wie du die Größe misst, steht im Ratgeber Fahrradhelm-Größe.

Welcher Helm passt?

Für die Stadt haben sich Helme mit integriertem Rücklicht bewährt, etwa der ABUS Urban-I 3.0*. Wer Wert auf zusätzlichen Schutz gegen Rotationskräfte legt, schaut nach Helmen mit MIPS. Die Bauarten erklärt die Kaufberatung Fahrradhelm kaufen, alle Modelle stehen bei den Fahrradhelmen. Wann ein Helm ausgetauscht werden sollte, liest du unter Wie lange hält ein Fahrradhelm?.

Passende Kaufberatung

Häufige Fragen

Brauche ich auf dem E-Bike einen Helm?

Auf einem Pedelec, das bis 25 km/h unterstützt, gilt wie beim Fahrrad keine Helmpflicht. Auf einem S-Pedelec mit Unterstützung bis 45 km/h musst du einen geeigneten Schutzhelm tragen, weil es rechtlich ein Kraftfahrzeug ist.

Bekomme ich nach einem Unfall ohne Helm weniger Schadensersatz?

Der Bundesgerichtshof hat 2014 entschieden, dass Alltagsradlern ohne Helm grundsätzlich kein Mitverschulden angerechnet wird (Az. VI ZR 281/13). Bei sportlichen Fahrten haben einzelne Gerichte das anders gesehen. Im Einzelfall entscheidet das Gericht.

Müssen Kinder einen Helm tragen?

In Deutschland nicht. Verkehrsverbände und Kinderärzte empfehlen ihn trotzdem dringend, auch beim Laufrad und im Kindersitz. In Österreich gilt für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr eine Helmpflicht.

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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.